• Soundinstallation

Neukölln. Oliwa. Sonic Portrait

Eröffnung: 23. Oktober, 18 Uhr

Ein gleichmäßiger, sanfter Puls gibt Halt, während das Gehör agil bleibt. Klangschichten pulsieren ineinander und übereinander, überlagern sich, reagieren aufeinander und passen sich an. Sie erweitern das Ortsgefühl und ermöglichen gleichzeitig eine andere Art der Orientierung.

Die zweikanalige Installation Neukölln. Oliwa. Sonic Portrait von Bea Targosz und Marcin Dymiter verwandelt Feldaufnahmen aus Neukölln und Oliwa in sich ständig verändernde Klanglandkarten. Ein MaxMSP-Patch analysiert, fragmentiert und ordnet die Aufnahmen neu, wobei die Klänge zwischen zwei Lautsprechern neu verteilt werden. Die daraus entstehende Klanglandschaft bringt die beiden Orte in eine instabile, sich ständig weiterentwickelnde Beziehung zueinander, während die ursprünglichen Porträts über QR-Codes weiterhin zugänglich bleiben.

Die Installation bleibt responsiv, ihre klanglichen Beziehungen verschieben sich kontinuierlich, und so bin ich als Zuhörer:in aufgefordert, „über das Ohr hinaus“ zu hören (Peterson 2021, übers. der Autorin). Neukölln. Oliwa. Sonic Portrait lädt dazu ein, sich auf die sich wandelnden Beziehungen zwischen Orten und Körpern innerhalb des Viertels einzustimmen und auf jene Klänge zu hören, die erst entstehen, wenn wir gemeinsam hören – im Zusammenspiel mit anderen Klängen, Orten und Erinnerungen.

– Carla J. Maier

Technische Unterstützung: Cem Çakmak
Grafik: Miłosz Szczęsny

Ausstellung Neukölln.Oliwa.Sonic Portrait von Marcin Dymiter und Bea Targosz mit abstraktem Orange-Türkis-Muster
© Miłosz Szczęsny
Teilnehmende Künstler:innen
  • Marcin Dymiter
  • Bea Targosz