Eine Frau steht vor einem See in der Wüste
© Franca Wohlt

Franca Wohlt – Fata Morgana

Ausgangspunkt von Franca Wohlts fotografischen Arbeiten ist der Mensch, der sein Umfeld formt und wandelt: Dynamiken unserer Gesellschaft und soziale Ausdrucksformen wie Kultur, Ideologie, Politik und Wissenschaft materialisieren sich in Landschaften, Bauwerken und technischen Gebilden. In diesem Gefüge behauptet sich das Individuum bisweilen orientierungslos und hinterfragt seine eigenen Möglichkeiten der Einwirkung auf die bestehenden Zustände. Globalisierung, digitale Medien und virtuelle Welten beeinflussen unsere sozialen Strukturen und eröffnen scheinbar grenzenlose Möglichkeiten. Die Frage danach, was gegenwärtig wahr ist und was in Zukunft Realität sein könnte, drängt sich unweigerlich auf, sie verängstigt oder beflügelt.

Drei sehr unterschiedliche Werkgruppen der Fotografin aus den vergangenen 10 Jahren dokumentieren Spuren von aktuellen und vergangenen gesellschaftlichen Visionen. Aus Spekulation wird abgebildete Realität: Bunkeranlagen in der Schweiz, Entwicklungen von Raumfahrtunternehmen und eine persönliche Geschichte, die davon erzählt, dass Realität im Kopf beginnt.