An Imagination of Bodily Autonomy
© Liz Rosenfeld, Scores for Cruising #6”, 2022, Digital Drawing

An Imagination of Bodily Autonomy

An Imagination of Bodily Autonomy ist ein Ausstellungsprojekt ausgehend vom Körper. Der Körper, mit dem wir uns durch die Welt bewegen, bestimmt nicht nur unsere eigene Wahrnehmung, sondern auch wie wir von Anderen wahrgenommen werden, welche Blicke auf uns gerichtet werden und welche Rechte wir haben (oder welche Rechte uns abgesprochen werden).

Der jährliche Bericht der Vereinten Nationen zum „State of the World Population“ kam 2021 zu dem erschreckenden Ergebnis, dass nur 55% aller Frauen weltweit über körperliche Selbstbestimmung hinsichtlich Entscheidungen über ihre sexuelle Aktivität, Gesundheitsversorgung oder Verhütung verfügen. Der Körper ist damit ein entscheidender Ort, in den sich patriarchale Strukturen einschreiben. Aber nicht nur Frauen, sondern auch queere, trans, nicht-weiß gelesene Personen und Personen mit körperlichen Einschränkungen spüren tagtäglich, was es bedeutet mit einem Körper in dieser Welt zu leben, der von der vermeintlichen Norm abweicht.

Das Recht auf die Autonomie unseres Körpers bedeutet, ohne Einschränkungen Entscheidungen über die eigenen körperlichen Belange zu treffen. Es bedeutet, mit eben jenem Körper Raum in der Welt einzunehmen. Der langjährige Slogan der feministischen Bewegungen im Kampf um das Recht auf sichere und frei zugängliche Abtreibung „My Body, My Choice“ dient als Ausgangspunkt einer subjektiven, fragmentarischen Untersuchung des Begriffs der körperlichen Autonomie.

Es werden sieben Künstler:innen gezeigt, die sich ihre Körper performativ zurückerobert haben und schon im Hier und Jetzt körperliche Selbstbestimmung leben. An der Grenze zwischen Fragilität und Resilienz handelt es sich dabei nicht um eine Flucht aus der Realität, sondern ein selbstbewusstes Statement: Die Künstler:innen nehmen sich, was ihnen zu steht.

Die Besucher:innen der Galerie im Saalbau treten für die Dauer des Ausstellungsbesuchs in einen alternativen Raum ein, in dem sie sich gemeinsam vorstellen können, dass das Recht auf körperliche Selbstbestimmung für alle Menschen uneingeschränkt garantiert ist.

Ausstellung vom 22. April bis 25. Juni 2023

Kuratiert von Nina Marlene Kraus

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler