Nach Bild ist ein Aufruf. Nach Bild ist ein Manifest. Nach Bild fragt nach dem Danach – einer Welt, in der uns die Bilder verlassen haben.
Vinzenz Aubry stellt unsere bildgeprägte Gesellschaft infrage, in der das Visuelle eine Distanz zur Welt erzeugt hat, die uns mehr trennt als verbindet. Aubry erforscht und lädt ein, jenseits des Bildes und unserer visuell-geprägten Wahrnehmung zu suchen. Die Ausstellung inszeniert die Zeiten „Nach dem Bild“ – Zeiten, in denen die Deutungshoheit von Bildern kollabiert und Werk und Betrachtende ein verwobenes System bilden.
Die erste Einzelausstellung eröffnet partizipative Erfahrungsräume, in denen das Publikum selbst simultan Kamera und Leinwand ist. Die Arbeiten führen an die Schwellen der Wahrnehmung und sind als Einladung in Räume zu verstehen, in denen das ästhetische Erlebnis erst im Zusammenwirken von Werk und Publikum entsteht.
Die raumgreifenden interaktiven Installationen verbreiten Infraschall-Frequenzen, lassen unsere Körper vibrieren und die Netzhäute nachblitzen. Spielerisch fordert Aubry unsere Rolle als Besucher:innen heraus: Um die Werke erfahren zu können, müssen wir uns als Projektionsfläche anbieten. Nach Bild, Under Stimulation besteht aus „offenen Werken“, die eine flüchtige Vollendung finden, wenn Besucher:innen Teil von ihnen werden.